Die Band Rotten Guitars hat vor Kurzem das aller erste indische Musikvideo über ein schwules Paar veröffentlicht. Nach dem hoch aktuellen Motto „Love is a terrible thing to hate“, ruft ihr neues Video zur Entkriminalisierung von Homosexualität in Indien auf.

Mit dem Video zu ihrem Song „Aaja Saiyaan“ schneidet die Band aus Delhi ein Thema an, das innerhalb der indischen Gesellschaft schon seit längerem für Diskussionsstoff sorgt. Im Juli 1999 fand die erste Gay Pride Parade im indischen Subkontinent statt. Seit dem Kolkata Rainbow Pride Walk erfährt die Unterstützung homosexueller Inderinnen und Inder einen fortwährenden Anstieg. Inzwischen finden regelmäßige Demonstrationen und Märsche in verschiedensten indischen Städten, wie zuletzt in Mumbai, statt. Unter den Demonstranten und Anhängern der Gay Rights- Bewegung sind viele Prominente. Besonders der indische Prinz Manvendra Singh Gohil setzt sich seit Jahren für die Rechte Homosexueller ein und nimmt Verfolgte Schwule, Lesben und Transsexuelle bei sich auf. Außerdem gibt es diverse Filmfestivals (dieses zum Beispiel), die sich an das stetig wachsende Publikum der indischen LGBTQ Community richtet.

Just a beautiful day for #mumbaipride2018 ,🌈🏳️‍🌈

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Musik, die macht Politik

Mit dem Video Release von Rotten Guitars flammt die Diskussion über die Abschaffung des Paragraphen 377 erneut auf – und das erhitzter denn je. Der Paragraph, welcher „Geschlechtsverkehr wider der Natur“ verbietet, wird oftmals als Verbot homosexueller Beziehungen ausgelegt. Das neue Musikvideo macht ein klares Statement gegen die Diskriminierung gegen der Gay und Queer Community. So wird im Vorspann des Videos ein Text eingeblendet, der es als ein Kunstwerk mit fiktiven Charakteren und Handlungen bezeichnet. Außerdem bleibt die Band gekonnt moderat, in dem sie betont, dass der Song sich nicht gegen bestimmte Religionen oder Personen richte, sondern als Gedankenanstoß und Grundlage für eine Diskussion über die gesellschaftliche Akzeptanz von LGBTQ gedacht sei.

Macht euch selbst ein Bild von diesem revolutionären Musikvideo.