Heute ist der Internationale Frauentag. Schon vor mehr als 100 Jahren von starken Frauen ausgerufen, widmet sich die Welt an diesem Tag besonders den Frauen, ihren Rechten und ihrer Rolle in der Gesellschaft. Passend dazu möchten wir euch heute vier inspirierende Feministinnen vorstellen, die sich dafür einsetzen, das Leben indischer Frauen zu verbessern:

 

Dr. Rupa Bai Furdoonji war die erste Frau in verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen und wurde war die erste weibliche Anästhesistin der Welt. Im Jahr 1885 war sie eine von nur fünf Medizinstudentinnen am Hyderabad Medical College und musste in ihren Studienjahren bereits mit der Diskriminierung von Frauen Bekanntschaft machen, denn viele berühmte Universitäten lehnten die Zulassung von Frauen ab. Doch mithilfe ihres Mentors Edward Lawrie schaffte sie es, sich auf dem Gebiet der Anästhesie zu spezialisieren und sich in England und Amerika weiterzubilden. Ihr breites Wissen in diesem Fach machte sie zu einer der Sprecherinnen der Hyderabad Chloroform-Kommissionen im Jahr 1888 und 1891 und verschaffte ihr letztendlich den Posten als Leiterin des Chaderghat Krankenhauses in Hyderabad.

 

50 Million Missing – so heißt die Kampagne, die von Rita Banerji 2006 gestartet wurde. Die Autorin, Fotografin und Aktivistin möchte darauf aufmerksam machen, dass es ein großes Ungleichgewicht in der indischen Bevölkerung gibt. Dies liegt vor allem daran, dass in den letzten drei Generationen gezielte Schwangerschaftsabbrüche von weiblichen Föten durchgeführt wurden. Rita Banerji plädiert dafür, jungen Mädchen eine Chance zum Leben zu geben. Sie lebte lange in den USA und kehrte mit 3o Jahren wieder in ihr Heimatland Indien zurück. Dort veröffentlichte sie 2008 ihr Buch „Sex and Power: Defining History, Shaping Societies“. Aktuell setzt sie sich gegen die digitale Datenbank Aadhaar ein.

 

Kruttika Susarla ist eine Illutratorin, Comiczeichnerin und Grafikdesignerin aus Neu-Delhi. Ihre Kunst widmet sich den klassischen Gender-Stereotypen und der Sexualität. Sie ist begeistert davon, wie Bilder Stereotypen kreieren oder zerstören können und versucht sich daran. Außerdem setzt sie sich durch ihre Zeichnungen für die LGTB-Gemeinschaft ein und gestaltete in den vergangenen Jahren zahlreiche Kampagnen, so zum Beispiel auch für den „Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie 2018“.

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@gaysifamily has been a huge part of shaping the desi queer narrative by building a community through stories, bringing to light lived experiences that don't exist in the mainstream. They've also been a part of my own learning curve as a feminist over the last few years of working + collaborating with them. They just turned 10! Did a thing 🙂 #Repost @gaysifamily ・・・ This November Gaysi celebrates 10 years of being Desi. . . Colour. Chaos. Charm. This year, Gaysi completes 10 years of being one of the veins of the beating heart of this mad, mad country. We couldn't have asked to be anywhere else but here. Here's to many, many more years of being jhataak Here's to being thoda aur desi. Thoda aur Gay-si. . . . #gaysiturns10 #gaysifamily #queerfamily #beingdesi #lgbtqi #queer #india #feminist #illustration #saree #sareenotsorry #intersectional

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Mit 25 entschloss sich Sushmita Sen, ein kleines Mädchen zu adoptieren. Dies war ein harter Kampf für die Bollywood-Schauspielerin und erste indische Miss Universe, da es moralisch „nicht vertretbar“ war, als unverheiratete Frau in den Zwanzigern ein Kind zu adoptieren. Doch Sushmita glaubte an sich und adoptierte 2010 sogar noch ein zweites Mädchen. Damit setzte sie ein Zeichen und ermutigte junge Frauen, an sich zu glauben und das zu tun, was sie für richtig halten, und nicht das, was die Gesellschaft ihnen vorschreiben möchte.

 

Falls euch diese Auswahl indischer Feministinnen noch nicht genug war oder ihr euch allgemein für den Feminismus in Indien interessiert, findet ihr hier weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema:

Feminism In India | Intersectional Feminism – Desi Style!