Die Streunertage einer Mischlingshündin in Kalkutta sind mittlerweile vorbei. Nachdem sie vor steinwerfenden Kindern gerettet wurde, hat sie eine steile Karriere als Spürhund abgelegt.

Ein Straßenhund mit einem unerwarteten Talent

Im Dezember 2017 bemerkten westbengalische Polizisten, dass vor ihrer Trainigseinrichtung ein Mischlingswelpe misshandelt wird. Sie überlegten nicht lange und nahmen die Streunerin bei sich auf. Sie brachten die blutende Hündin auf das Polizeigelände und gaben ihr den Namen „Asha“, was „Hoffnung“ bedeutet.

Eigentlich sollte Asha von einem der Polizisten mit nach Hause genommen werden. Als Hauptkommissar Jayaraman jedoch herausfinden wollte, wie sich ein indischer Mischlingshund bei der Polizei schlagen würde, stellte sich heraus, dass sie die Nase eines echten Spürhundes hat.

Asha steht den deutschen Schäferhunden, Dobermännern und Labradoren, die normalerweise zu Spürhunden ausgebildet werden, in nichts nach. Drogen und Sprengstoffe stellten für die Mischlingsdame Dank ihres scharfen Geruchssinns keine Herausforderung dar und sie bestand das anstrengende Traing mit Bravur.

View this post on Instagram

This Kolkata stray has outperformed pedigreed dogs to become the top dog In Elite Sniffer Squad in Kolkata, India. Officers originally intended keeping the mixed-breed stray as a pet, but Asha turned out to have a nose every bit as good as the German Shepherds and Labradors usually trained to sniff out explosives and drugs. "Asha" — meaning "hope" in Hindi — was rescued by West Bengal police when they found her being mistreated outside their training facility. "The dog was bleeding when she was taken inside the campus," a senior West Bengal Police Training Academy official said. "She performed better than her pedigree peers, jumping nearly six feet high and crossing hurdles," the head of the West Bengal Police Training Academy said."She is also our fastest runner," he added. Asha is the first mixed-breed dog to join the police force. A big yay and thumbs up to the Kolkata Police for breaking the norm and proving that breed doesn't matter, spirit does. #stray #streetdog #straydog #straydogs #strays #adoptdontshop #rescuedismyfavouritebreed #dog #dogs #indianstreetdog #indianparaiahdog #indianparaiahs #kolkatapolice #mumbaipolice #delhipolice #chennaipolice #police #policedogs #policedog #kolkata #westbengal

A post shared by erum (@himalayantails) on

Aller Anfang ist schwer

Der Hundeführer Soumendranath Dey erzählt, dass Asha alle überrascht hat: „Sie ist einer der schnellsten und agilsten Hunde in ihrer Klasse. Sie kann beim Überqueren von Hürden um die 1,80 m hoch springen. Das schaffen die meisten anderen Hunde nicht.“ Doch der Anfang war nicht einfach. Durch die Misshandlungen, die sie als Welpe erfahren musste, hatte sie große Vertrauensprobleme und Angst vor Menschen. Doch mit viel Zeit und Zuneigung gelang es den Polizisten, ihr Vertrauen zu gewinnen.

Ein Happy End für Asha

In den letzten anderthalb Jahren hat sich aus der Streunerin der beste Spürhund der Einheit entwickelt. Asha ist der erste Mischlingshund in der dreißigköpfigen Einheit und war im Training sogar besser als ihre Kollegen mit Stammbaum. Außerdem ist sie die schnellste Läuferin der Einheit.

Mittlerweile überlegt die westbengalische Polizei sogar, mehr indische Hunde als Spürhunde einzusetzen. Für ausländische Rassen ist die Anpassung an das feuchte Klima Indiens nämlich nicht einfach und sie brauchen zu Beginn eine Menge Medikamente, was bei Hunderassen aus Indien nicht nötig ist.

 

 

Photo by James Perez on Unsplash