Tamil Nadus größte staatliche Blutbank wurde Anfang letzter Woche digitalisiert. Die angebrachten Barcode-Formulare und Testergebnisse identifizieren so Spender mit Infektionskrankheiten schneller und effektiver. Damit passt sich der Staat dem Zeitalter des Internets an und hebt ihr Gesundheitssystem auf eine neue Stufe.

Die Vorteile des neuen Systems

Das neue Verfahren schließt damit automatisch Menschen aus, die Infektionskrankheiten wie HIV, AIDS oder Hepatitis besitzen. Zudem sortiert sie Menschen aus, die eine Behandlung abgelehnt haben. „Die Tamil-Nadu-Bank sammelt jedes Jahr 35.000 Bluteinheiten. Sie besitzt die dreifache Kapazität unserer zweitgrößten Bank in Madurai. Daher dachten wir, dass dies der beste Ort wäre, um die dreimonatige Studie zu steuern“, sagte der leitende Beamte der staatlichen AIDS-Kontrollgesellschaft, Dr. Senthil Raj.

Die Digitalisierung basiert auf einer Software vom Christian Medical College.  Sie verknüpft digital die Blutbeutel, Testproben und Ergebnisse der Spender in einen Barcode. Beamte haben die Software entsprechend den Anforderungen des Staates angepasst.

Wie erfolgt der digitale Prozess?

Freiwillige, die Blutspenden möchten, müssen unter dem neuen System Name, Geburtsdatum, Name des Vaters, Adresse und Telefonnummer angeben. Blutbankbeamte fordern zudem die Spender auf, auch ihre Aadhar-Karten vorzuzeigen (die Aadhar-Karte entspricht in etwa dem deutschen Ausweis). Der Computer speichert daraufhin die Angaben und generiert einen Barcode. Mitarbeiter kleben anschließend eine Kopie des Barcodes auf das Formular, eine weitere auf den Blutbeutel und die dritte auf die Probe, die für Tests ins Labor gebracht wird. Der Computer-Dashboard zeigt am Ende die hochgeladenen Ergebnisse des jeweiligen Patienten. Auf diese Weise haben Blutbankmanager die Spenderdetails und -ergebnisse auf einer Seite.

Dabei will die Blutbank in Tamil Nadu auf Bioidentifizierungsmethoden wie Fingerabdrücke oder Iris-Scans verzichten. „Wir haben uns entschieden, es einfach zu halten. Wir verwenden stattdessen vier Barcode-Leser, vier Systeme und einen lokalen Server. Das Krankenhaus könnte die Software auch in Zonen ohne Internetabdeckung nutzen. Die Spenderangaben können dabei auf dem Computer eingegeben und hochgeladen werden, sobald man sich wieder in einer Zone mit Internetabdeckung befindet “, sagte ein leitender Beamter der Blutbank.

 

 

 

 

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