Der indische Luftverkehr wird plastikfrei: Ab dem 2. Oktober, dem 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi, wird es in Flugzeugen der nationalen Fluggesellschaft Air India und ihrer zugehörigen Billigfluglinien Air India Express und Alliance Air kein Einwegplastik mehr geben. Stattdessen setzt die Airline auf Becher aus Papier und Besteck aus leichtem Birkenholz. Um auf Einwegplastik zu verzichten ändern die Airlines auch ihr Snackangebot: Statt Kuchen in einer Plastikverpackung erhält der hungrige Reisende in Zukunft Muffins, Sandwiches werden in Wachspapier serviert.

Auch die nationale Zuggesellschaft Indian Railways will ihren Plastikverbrauch stark reduzieren. Ebenfalls ab dem 2. Oktober dürfen in Zügen und Bahnhöfen keine Lebensmittel und andere in Einwegplastik verpackte Waren mehr verkauft werden. Dieses Verbot betrifft Plastikverpackungen, die dünner als 50 Mikrometer (0,05mm) sind, zum Beispiel auch Einwegplastiktüten. Dickere Plastikverpackungen sowie Mehrwegplastik dagegen sind bei Indian Railways weiterhin erlaubt. Denn ein komplettes Plastikverbot soll es laut Suresh Angadi, dem nationalen Minister of State Railways, nicht geben, „da ein Gesetz nichts bringt.“ Stattdessen müsse man ein gewisses Bewusstsein für Umweltschutz fördern. So hält Indian Railways auch alle Angestellte an, dem Motto „reduce, reuse, recycle“ zu folgen – reduzieren, wiederverwenden, recyceln.

Der Ministerpräsident Narendra Modi plant laut der Nachrichtenagentur Reuters, am 2. Oktober eine Kampagne zu starten, die Einwegplastik bis 2022 komplett verbieten soll. Indien folgt damit dem Beispiel Kanadas, das bis 2021 jegliches Einwegplastik verbieten will. Auch das EU Parlament beschloss bereits ein Einwegplastikverbot. Diese Richtlinie muss jedoch noch von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden.