Voraussichtlich im Jahr 2022 wird ein Weltrekord von Ulm nach Vrindavan im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh wandern: der des höchsten Sakralbaus der Welt. Im vergangenen Jahr wurden bereits die Fundamente des neuen Tempel in Vrindavan für den hinduistischen Gott Krishna gelegt, der 213 Meter hoch werden soll – und damit 51 Meter höher als das Ulmer Münster, der bisherige Rekordhalter. Mit 55 Metern werden die Fundamente außerdem tiefer sein als die des höchsten Gebäudes der Welt, des Burj Khalifa in Dubai.

Doch nicht nur der Sakralbau an sich soll Aufsehen erregen, um den Vrindavan Chandrodaya Mandir-Turm herum soll eine weitläufige Anlage entstehen: Wohnhäuser, ein Veranstaltungszentrum, und ein ebenfalls Krishna gewidmeter Themenpark sollen den Tempel ergänzen. Außerdem sind zwölf Wälder in Planung, den Wäldern nachempfunden, in denen der Gott den Mythen nach seine Kühe und Kälber weidete.

Das Projekt zeichnet sich nicht nur durch architektonischen Ehrgeiz aus. Das eigentliche Ziel ist es, die mit Krishna in Verbindung gebrachten Werte der Ethik und Nächstenliebe mehr in den Vordergrund zu stellen. Zu diesem Zweck soll es in dem religiösen Zentrum auch Sozialprogramme für Kinder und Witwen geben.