In seiner Autobiographie „An Unsuitable Boy“ gibt Karan Johar, Produzent und Regisseur von Hits wie „My Name is Khan“, einen Einblick hinter die Kulissen der indischen Filmindustrie und seine Beziehungen zu vielen ihrer Stars, nicht zuletzt seine gute Freundschaft zu Shah Rukh Khan höchstselbst. Außerdem schreibt er über seine sexuelle Orientierung, über die es in Bollywood bereits viele Gerüchte gab, und über das Ende seiner jahrzehntelangen Freundschaft mit der Schauspielerin Kajol.

Auch dies war bereits ein großes Thema in der Klatschpresse gewesen, als Teile des Buchs, in denen Johar sich mit diesem Thema beschäftigt, auf Twitter erschienen waren. Dort schreibt er: „Ich habe keine Beziehung mehr zu Kajol. Wir sind auseinander gegangen. Etwas ist passiert, das mich sehr verstört hat, über das ich aber nicht reden werde weil das etwas ist, das ich geheimhalten will und weil ich denke, das wäre weder ihr noch mir selbst gegenüber fair. Nach zweieinhalb Jahrzehnten reden Kajol und ich überhaupt nicht mehr miteinander.“ Im Weiteren erwähnt er auch den Namen von Kajols Ehemann Ajay Devgn, der eine zentrale Rolle im Konflikt zu spielen scheint, doch wirklich schlau wird man aus dem allen nicht. Die Gerüchteküche wird also trotz des Buches weiterbrodeln, ja es wird sie wahrscheinlich sogar noch anheizen.

In anderen Bereichen ist Johar sehr viel mitteilungsfreudiger. So schreibt er frei heraus über seine Sexualität. Da dies weder in der Familie noch in seinem Freundeskreis je ein Thema war, entwickelte er nie wirklich ein großes Interesse darin, so schreibt er. „Die Leute denken, weil ich viel reise habe ich auch viel Sex. Aber so funktioniert das nicht. Eine Boardingkarte ist keine Sexkarte. Ich bin in niemanden mehr verliebt.“

Nicht nur über diesen Bereich des Celebrity-Lebens haben die Menschen falsche Vorstellungen. Auch bekannte Filmproduzenten haben Probleme mit der Kritik an ihrer Arbeit, so wie jeder andere von uns. „Ich habe den Eindruck, dass ich nie Anerkennung für meine Filme bekomme, egal welche Art von Film ich mache. Sie werden direkt wieder vergessen. Ich werde immer noch mit Popcorn, Frivolität, NRIs und reichen Leuten in Verbindung gebracht.“ Dieses Eingeständnis zeigt wieder einmal, dass nicht alles Gold ist was glänzt: auch hinter der glatten, bunten Fassade Bollywoods verbergen sich viel Enttäuschung und Unzufriedenheit.