Vom 17. bis zum 21. Juli 2019 kann man beim größten Indischen Filmfestival Europas in Stuttgart ca. 50 neue und aktuelle Filmproduktionen aus Indien bestaunen. Bei diesen handelt es sich um Spiel-, Kurz- und auch Dokumentarfilme. Zu sehen sind die Filme aus dem indischen Subkontinent im Metropol Kino in der Bolzstraße. Doch damit nicht genug: zwei Filme scheinen ihren Fokus beim diesjährigen Filmfestival auf eine bisher unbekannte Seite Indiens zu legen. Denn nicht das bei uns  beliebte Bollywoodkino bildet hier den Schwerpunkt, sondern das bisherige indische Tabuthema Homosexualität.

Der Film „Abyakto – Unsaid“ von Arjun Duttag handelt von einem Familiengeheimnis. Nach dem Tod des Vaters entdeckt dessen Sohn, der mittlerweile mit seiner Freundin verzogen ist, dessen verheimlichte Homosexualität. Bei der Hilfe seiner Mutter mit den Nachlassangelegenheiten, wird bei denen während der Gespräche zwischen Mutter und Sohn die Wahrheit ans Licht kommt, wodurch die Erinnerungen des Sohnes ein gänzlich anderes Bild annehmen.

Die Weltpremiere von „Lihaf – The Quilt“ findet wiederum am Sonntag, den 21. Juli 2019 statt und handelt von einer wahren lesbischen Liebesgeschichte und dem daraus resultierenden Gerichtsprozess. Der behandelte Prozess richtet sich gegen die bejubelte Autorin Ismat Chughtai (1915-1991), eine der gefeiertesten Erzählerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr wird vorgeworfen die obszöne Liebesgeschichte zweier Frauen geschrieben zu haben. Zur Weltpremiere werden unterdessen der Produzent Marc Baschet sowie die Schauspielerin und Co-Autorin Sonal Sehgal erwartet. „Lihaf – The Quilt“ wird den Abschlussfilm des Festivals bilden.

Filmrolle

via Pixabay by Fer Gregory

Darüber hinaus bietet das Indische Filmfestival Stuttgart 2019 am 18. Juli 2019 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Indien, Deutschland und die EU“ an. Hierbei werden sowohl die politischen, als auch die strategischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Deutschland beziehungsweise der Europäischen Union debattiert.