Exekutivdirektorin der UN-Umweltorganisation, Joyce Msuya, gratulierte dem indischen Premierminister Narendra Modi zu Indiens Festlegung eines Zeitplans, um den Verbrauch von Einwegkunststoff bis 2022 zu eliminieren. 

UN-Pläne für einen kunststofffreien Planeten

Am vergangenen Freitag überarbeitete die UN-Umweltversammlung (UNEA) in Nairobi einen Zeitplan für einen kunststofffreien Planeten. Um dieses Ziel zu erreichen, boten viele Länder, einschließlich Indien, an, ihr Wissen untereinander auszutauschen. Außerdem entwickelte die Versammlung Gesetze gegen die Verwendung schädlicher Einwegkunststoffe und Mikrokunststoffe, die anschließend umgesetzt werden sollen.

Während sie über Indiens Rolle in Südasien sprach, sagte Msuya: „Mit einem großen talentierten Humankapital und technologischen Innovationen hat Indien ein großes Potenzial bei der Lösung von Umweltproblemen. Da Indien in vielen Segmenten nach wie vor eine führende Rolle spielt, besitzt das Land gleichzeitig eine wichtige Rolle im Umgang mit den Umweltherausforderungen. “

Indiens Gesellschaft über Umweltprobleme sensibilisiert

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Every drip and drop matters in the quest to beat plastic pollution. I am so grateful to be connected to inspiring young people in India like Vanshika @onehomeearth and Himanshu @psychedelic00776 who understand the impact of plastic pollution. They are willing to change their old habits, take small steps and create ripples of change by refusing single use plastic. Their actions are not limited to a single day like Earth Day or World Environment Day. They live their values every day and if they fail, they get up and keep going. What makes them so cool is that they truly care about our land, water and air, that they understand that single use plastic is harming humans and animals alike. Swipe to see them using reusables, refusing straws and shopping 🛒 in bulk. As volunteers for @plasticfreejuly, all three of us got together last weekend and did a small photo shoot (special thanks to @themoolmantra for allowing us to shoot in their store, see last photo). It inspired me to write an article for those who want to switch to alternatives so that they can start their journey to zero waste. Link in bio.

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„Ich reise oft nach Neu-Delhi und stelle fest, dass die Bevölkerung über die zunehmende Luftverschmutzung sehr sensibilisiert ist. Die Zivilgesellschaft übt Druck auf die Politiker aus, da sie Steuerzahler oder zukünftige Steuerzahler sind. Sie setzen ihre Stimmen für saubere Luft und den Umweltschutz ein. Wir sehen auch, dass die indischen Bürger von den sozialen Medien begeistert sind. Diese werden verwendet, um die Behörden dazu zu drängen, die Umwelt zu retten und technologische Innovationen zur Bewältigung von Umweltproblemen zu nutzen. All das ist ein wirklich positives Zeichen“, sagte sie gegenüber der Times of India.

Außerdem fügte Msuya hinzu: „Das Positive an Indien ist, dass es bereits ein Bewusstsein und politische Entscheidungen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung gibt. Die Regierung muss jedoch äußerst schwierige Entscheidungen treffen. Wir ermutigen die indische Regierung diese dringend anzugehen. Die Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf die Gesundheit werden deutlich. Unsere Forderung an Indien ist es daher, dem entgegenzukommen.“

Auch Bollywood kann etwas bewirken

Um den Großteil der Umweltprobleme in Indien anzugehen, schlug Msuya vor, den privaten Sektor mit technologisch innovativen, sauberen Alternativen zu beauftragen. Zusätzlich müssten die Massenmedien und die Zivilgesellschaft miteinbezogen werden. So wird das Bewusstsein über die Großstädte hinaus verbreitet und politische Innovationen ermöglicht.

„Bollywood hat eine dynamische Unterhaltungsindustrie. Prominente können dort nicht nur dazu beitragen, ein Umwelt-Bewusstsein zu verbreiten. Zusätzlich können sie innovative Lösungen fordern und die Behörden zu politischen Innovationen drängen.“

 

 

 

Photo by Daniel Hjalmarsson on Unsplash