Heute vor 149 Jahren wurde Mohandas Karamchand Gandhi in Porbandar, Gujarat geboren. Er wuchs dort mit seinen drei Brüdern auf. Der Hinduismus prägte ihn schon als kleiner Junge: er lebte strikt ohne Gewalt, aß kein Fleisch und trank keinen Alkohol.

Heute kennt ihn wohl jeder: den indischen Freiheitskämpfer. Der Mann, der sich in Südafrika gegen die Rassentrennung und für die Gleichberechtigung der Inder kämpfe. Er machte sich für die Unterdrückten stark, setzte sich für die Bedürfnisse seiner und anderer, fremder Religionen ein. Er galt als politischer und geistiger Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, setzte sich für Menschenrechte für Dalit und Frauen ein, versuchte Hindus und Muslime zu versöhnen und kämpfte gegen die koloniale Ausbeutung. Das besondere daran, er tat dies friedlich. Mit gewaltfreien Widerständen, zivilem Ungehorsam und Hungerstreiks setzte er seine Vorhaben durch. Trotzdem verbrachte er in Südafrika und Indien insgesamt acht Jahre im Gefängnis. Nach seiner Freilassung am 15. August 1947 erreichte Indien die Unabhängigkeit.

In Indien wurde er „Mahatma“ genannt, „die große Seele“. Er selbst war nie von diesem ehrenvollen Namen überzeugt, heute ist er jedoch verbreiteter als sein Geburtsname.

Für seine bewundernswerten, weltbewegenden Taten erhielt er mehrmals den Friedensnobelpreis. In seinem Todesjahr 1948 wurde der Preis symbolisch nicht vergeben. Ghandi war einem Attentat zum Opfer gefallen, trotzdem feiert die Welt feiert ihn noch heute als Vorbild und Nationalhelden. Deshalb wurde der heutige Tag auch zum Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit gewählt.