Kurz nach der Feier des 50. Jahrestages der ersten Mondlandung, schießt Indien den nächsten Vogel die nächste Rakete ab.

Die Mission, eine unbemannte Sonde zum Mond zu schicken, wurde zuletzt wegen technischer Probleme verschoben, bevor es Indien schließlich gelang, erstmals in der Geschichte des Landes mithilfe der Trägerrakete vom Typ GSLV Mark-III  die unbemannte Sonde „Chandrayaan-2“, was auf Sanskrit „Mondfahrzeug“ bedeutet, vom südindischen Sriharikota aus in den Orbit zu bringen. Pünktlich um 14:43 Uhr Ortszeit startete die Rakete vom Satish Dhawan Centre nahe Chennai mit dem Ziel einer kartographischen Erfassung der Mondoberfläche und der Erforschung ihrer Zusammensetzung, sowie der Suche nach Wasser. Als besonders schwierig wird die für den 07.09.2019 geplante Landung zwischen den Mondkratern Manzinus C und Simpelius N eingestuft.  

Sollte die Mission gelingen, dann wäre Indien das vierte Land nach den USA, der Sowjetunion und China, dem eine weiche Landung auf dem Erdtrabanten gelingt. „Dank Chandrayaan wird das indische Mondprogramm einen erheblichen Schub bekommen“, twittert Premierminister Narendra Modi.

Die Raumfahrtbehörde Isco kündigte für die Zukunft auch bereits weitere Allmissionen an. So soll in der ersten Hälfte von 2020 ein Satellit in Sonnennähe gebracht werden, um die sogenannte Korona, die Sonnenatmosphäre zu erforschen. In zwei bis drei Jahren ist außerdem eine Mission zur Untersuchung des Planeten Venus angesetzt und im Dezember 2021 soll sich zum ersten Mal eine indische Rakete mit Besatzung ins All aufmachen.

Bei solch einem unglaublichen Start in die Zukunft verliert man doch glatt den Boden unter den Füßen.