Nach „Verloren am Amazonas“ (2013) und „Wiedersehen an der Donau“ (2014) zeigt das ZDF am Sonntag um 20.15 Uhr den dritten Teil seiner Reihe „Fluss des Lebens“. „Geboren am Ganges“ nimmt den Zuschauer mit in die den Hindus heilige Stadt Varanasi, und der vorab vom ZDF veröffentlichte Videoclip (siehe Link unten) verspricht, dass das lange Warten auf den dritten Teil der Reihe es wert war.

Im Zentrum der Geschichte steht der grunddeutsche Robert (Janek Rieke), der nach dem Unfalltod seiner Schwester herausfindet, dass diese eine Tochter durch eine indische Leihmutter hat austragen lassen. Da er sich selbst die Schuld für den Tod seiner Schwester gibt, will er nun Buße tun und seine Nichte Suri nach Deutschland holen. Dies stellt sich jedoch als schwieriger heraus, als er und seine von der Aussicht auf eine Enkelin verzückte Mutter Elvira (Gaby Dohm) es sich zunächst ausmalen: nicht nur übt die Inderin Parvati (Pegah Ferydoni), die Suri als ihr eigenes Kind ansieht, eine ungeheure Faszination auf Robert aus, sondern er muss sich auch noch auf eine abenteuerliche Reise entlang des heiligen Flusses machen, da Parvatis Ex-Mann die kleine Suri entführt hat.

Dabei zeigt der Film nicht nur wunderschöne, farbenfrohe Bilder des Subkontinents, sondern befasst sich auch mit ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen: etwa wer Suris „echte“ Mutter ist und ob es für sie besser ist, in Indien bei Parvati zu bleiben oder nach Deutschland geholt zu werden. Auch soziale Stigmata spielen eine Rolle, da Parvati wegen ihrer weißen, blonden Tochter zur Außenseiterin gemacht wird.

Diese Beschäftigung mit existentiellen Fragen ist ein Merkmal der „Fluss des Lebens“-Reihe, deren Filme die zentrale Rolle verschiedener Flüsse in den Kulturen der Welt beleuchten. Dabei geht es immer auch um die Erweiterung des eigenen Horizonts durch die Konfrontation mit einer unbekannten Kultur.

Hier geht es zum Trailer:

https://www.zdf.de/filme/herzkino/videos/fluss-des-lebens-geboren-am-ganges-trailer-100.html