Am 24.04.2013 kam es in der Nähe von Dhaka – der Hauptstadt Bangladeschs – zum wohl größten Unfall in der internationalen Textilindustrie: Beim Einsturz der 8-Stöckigen Textilfabrik Rana Plaza starben 1134 Menschen, mehr als 2000 wurden verletzt. Diese Katastrophe hatte eine große Diskussion um die Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken ausgelöst, die teils Billigware für westliche Modehäuser herstellen.

Seitdem hat sich einiges geändert. Fair Trade ist – auch in der Textilbranche des indischen Subkontinents –  allmählich auf dem Vormarsch. Viele Konsument*innen entscheiden sich für fair hergestellte Mode und unterstützen auf diesem Weg verbesserte Arbeitsbedingungen und bessere Löhne der Näherinnen.

Dennoch muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden – eine Arbeit, der sich fashionrevolution.org verschrieben hat. Die Organisation setzt sich weltweit für die Interessen der Arbeiter- und Näherinnen durch gezielte Kampagnen ein, wie etwa die Fashion Revolution Week, die vom 22 bis 28. April weltweit stattfindet. Unter dem Hashtag #whomademyclothes wird in den sozialen Medien aufgerufen, Modelabels zu hinterfragen, woher eigentlich ihre Kleidung stammt.

Bei einer Podiumsdiskussion am 24.4. in der Akademie Mode & Design Hamburg, die im Rahmen der FRW stattfand und an den Tag der Katastrophe erinnerte, kamen auch eine indische Näherin – Sharmila Kamli – und eine indische Trainerin für Fair-Trade – Sethu Lakshmy – zu Wort. Beide erklärten, wie wichtig es ist, Fair Trade in der Textilbranche zu unterstützen und wie positiv sich das Programm auf Arbeitskonditionen und Gehalt der Näherinnen auswirkt.

Wer sich an den Aktionen der FRW beteiligen möchte, der hat noch bis 28. April Zeit.

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