Die Binsenweisheit, dass Musik Grenzen überwindet, können wir angesichts des weltweiten K-Pop Hypes, kurz für Korean Pop, bestätigen. Auch in Indien ist die Hallyu Welle angekommen und flutet den Markt mit der koreanischen Popkultur. Bei K-Pop geht es allerdings nicht nur darum, etwas auf die Ohren zu bekommen, sondern auch für die Augen.

K-Pop Fans schreiben ihren Idolen liebevolle Briefe, erstellen auf Instagram und Twitter Memes, Gifs und kurze Clips oder organisieren Flashmobs. Eine ganz andere Art der Hommage sind die K-Pop Contests, die in vielen Städten Indiens ausgetragen werden und die indische K-Pop Fanbase in Aufruhr versetzen. 

Doch was macht K-Pop eigentlich so interessant? Die Vielseitigkeit der K-Idols scheint besonders hoch in der Gunst der Fans zu stehen. Sie bewundern ihre spektakuläre Performance; die meisten Idols legen eine unglaubliche und buchstäblich atemberaubende Choreographie auf der Bühne hin, während sie live singen. Einige von ihnen sind auch in der Schauspielbranche tätig oder wissen in den Variety Shows Fans und Publikum zu unterhalten. Außerdem sind die besungenen Themen alltagsrelevant, weshalb die Fans eine schwer trennbare Verbindung zur Musik und dessen KünstlerInnen aufbauen. 

K-Pop ist mehr als schrille Kleidung und schräge Tänze in bunten Musikvideos. Nur so konnte sich eine feste Fanbase entwickeln, die sich stetig weiterentwickelt und sogar ihr eigenes Vokabular eingeführt hat. Wenn also auf der Straße Wörter wie Hwaiting, Bias, Bias Wrecker, Stan und Visual fallen, dann handelt es sich nicht um vulgäre Ausdrücke, die sich Gangmitglieder an den Kopf werfen. Vielmehr sprechen sich K-Pop Fans Mut zu oder identifizieren die (Lieblings-)Mitglieder ihrer (liebsten) K-Pop Gruppe.