Gerade noch saß Dev Patel bei der Verleihung der 74. Golden Globes in den heiligen Hallen des Beverly Hilton Hotels in Beverly Hills und hoffte auf den Award als bester Nebendarsteller im Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“. Unter den ebenfalls in dieser Kategorie nominierten Schauspielern befand sich unter anderem auch Filmgröße und Oscargewinner Jeff Bridges. Den Preis mit nach Hause nehmen durfte am Ende aber Aaron Taylor-Johnson, der für seine Performance im Drama „Nocturnal Animals“ ausgezeichnet wurde. Doch der gebürtige Brite mit indischen Wurzeln nimmt es gelassen.

Noch vor der Verleihung am Sonntagabend erklärte Patel, der durch seine Performance im Oscar-prämierten Film „Slumdog Millionaire“ berühmt wurde, dass er sich emotional nicht allzu sehr von solch einem Event überwältigen lassen wolle. Zwar könnten Awardverleihungen wie diese die Karriere über Nacht verändern und einem Schauspieler zahlreiche Türen öffnen, aber ihm selbst wäre es bei seiner Filmwahl noch niemals darum gegangen, möglichst viele Preise zu gewinnen. Es mache ihn aber dennoch glücklich, Indien auf einer internationalen Bühne repräsentieren zu dürfen.

Sein aktueller Film „Lion – Der lange Weg nach Hause“ beruht auf der von Saroo Brierley geschriebenen Bestseller-Autobiografie „A Long Way Home“ und erzählt die wahre Geschichte eines indischen Jungen, der in einem Zug einschläft und fernab von zu Hause in einem fremden Land wieder aufwacht. Fortan sieht sich der Junge mit Hindernissen konfrontiert und muss zahlreiche Herausforderungen meistern, bevor er von einem australischen Ehepaar adoptiert wird. Doch die größte Aufgabe steht Saroo noch bevor – er will seine Familie wiederfinden.

Wer dieses einzigartige Drama mit Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman und Sunny Pawar nicht verpassen will, sollte sich den 23. Februar im Kalender vormerken, denn dann wird der Film endlich auch in den deutschen Kinos anlaufen.