Amarjeet Sigh Chawla hatte vierzig Jahre lang den Wunsch, eine Weltreise zu machen. Doch nun hat der 60-Jährige seinen Traum endlich wahrwerden lassen. Er reiste als „Turban Traveller“ in 135 Tagen durch 30 Länder und legte dabei 40.000 Kilometer zurück.

Eine inspirierende Begegnung

Schon im Jahr 1979 inspirierte ihn die Begegnung mit einem niederländischen Backpacker-Paar zum Reisen. „Ich war so fasziniert von ihren Geschichten, dass ich auch auf eine Weltreise gehen wollte. Einige meiner Freunde und ich planten sogar eine Tour mit unseren Motorrädern, aber meine Eltern hielten nichts davon. Es war nur aus Sorge, aber das beendete meine Reiseträume“, lacht er heute darüber.

In der darauffolgenden Zeit hätte der damals junge Mann zwar verreisen können, sein Textilexportunternehmen ging aber vor. Doch auch während dieser Zeit ließ ihn der Gedanke, eine Weltreise zu machen, nie ganz los. Nachdem er die Leitung des Geschäfts im letzten Jahr allerdings an seinen Sohn übergeben hatte, begann er, konkrete Reisepläne zu schmieden. Er wollte das Paar, das ihn zu seiner Reise inspiriert hatte, endlich besuchen.

Mit dem Auto nach London

Am 7. Juli 2018 machte er sich also in seinem Auto auf den Weg und fuhr über China und Russland nach Europa. Dort bereiste er zahlreiche Länder und kam letzten Endes in London an, wo seine Freunde mittlerweile lebten. Er schaffte es, sie dort auffindig zu machen und bescherte ihnen die Überraschung ihres Lebens, als er 40 Jahre nacht ihrem ersten Treffen vor ihrer Haustür stand.

Eine magische Reise mit vielen neuen Bekanntschaften

Es gab auch Rückschläge auf der langen Reise des Turban Travellers, aber Einheimische seiner bereisten Länder standen ihm immer mit Rat und Tat zur Seite. Doch auch schwierige Momente haben die Motivation des Turban Travellers nie getrübt. Er beschreibt seine Reise als magisch – das sei die einzige Art, wie er diese Erfahrung beschreiben könne. „Ich habe gelernt, dass Menschen, unabhängig von ihrem Land oder Glauben, im Allgemeinen warmherzig und gutherzig sind.“ Er machte viele neue Bekanntschaften, die er alle auf seinem Auto unterschrieben ließ. Selbst Arnold Schwarzenegger hat sich in Budapest schon mit einer Unterschrift auf dem Gefährt des Reisenden verewigt.

 

Obwohl seine Reise in London endete, soll es das für Chawla noch nicht gewesen sein. „Diese Reise führte mich durch weite Teile Asiens und Europas. Ich plane eine weitere, die durch Nordamerika, Australien und Neuseeland gehen soll, und bin schon motiviert und aufgeregt.“ Bei seiner Unternehmung wurde er von einem kleinen Filmteam begleitet, das Aufnahmen für eine Dokumentation gesammelt hat. Ihr sehr also: Es ist nie zu spät, seine Träume wahrwerden zu lassen!

 

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