Taj Mahal ist wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Indiens. Das 58m hohe Gebäude befindet sich am Ufer vom Fluss Yamuna am Stadtrand von Agra. Das Grabgebäude, das auf einer 100m² großen Plattform steht, wurde 1648 fertiggestellt. Der Großmogul Shah Jahan ließ es zum Gedenken an seine im Jahre 1631 verstorbene Geliebte Mumtaz Mahal erbauen. Jedes Jahr besuchen mehrere Millionen Touristen das weltberühmte Monument, er wird aber auch als Gebetsstätte  der muslimischen Bürger genutzt.

Die indischen Behörden werden künftig die Eintrittspreise für das Taj Mahal drastisch erhöhen, um die Besucherzahlen und damit verbundenen Abnutzungsschäden zu verringern. Diese Gelder werden für die Instandhaltung des Mausoleums benötigt. Einheimische Besucher zahlen in Zukunft 250 Rupien, also circa 3 Euro, für den Eintritt, und damit fünfmal so viel wie jetzt. Ausländische Touristen zahlen statt 3 Dollar nun 19 Dollar, also knapp 17 Euro. Die zuständige Regierungsbehörde geht davon aus, dass sich mit der Erhöhung die Besucherzahl um bis zu zwanzig Prozent senken ließe.

Das Mausoleum zählt seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe. Aufgrund der „Harmonie seiner Proportionen“ gilt er als eines der schönsten und bedeutendsten Beispiele der Mogul-Architektur. Der Gebäudekern, die Kuppel und die Minarette bestehen aus vor Ort gebrannten Ziegelsteinen, die sowohl nach außen als auch nach innen mit weißen Marmorplatten versehen sind.