Am Montag, den 13. März 2017 beginnt in Indien das hinduistische Frühlingsfest, bekannt unter dem Namen „Holi“, das eine jahrelange, religiöse Tradition in Indien ist. Es läutet de Frühlingswende ein und findet immer im Monat Februar oder März statt. Genauer gesagt, am letzten Vollmondtag des Monats Phalgung, im Hindu Kalender.

Das Fest hat unterschiedliche Bedeutungen. Früher einmal wurde es als Fruchtbarkeitsfest zelebriert, aber stellt auch gleichzeitig den Sieg des Guten dar und den Frühlingsbeginn dar. Die Inder begrüßen sozusagen das neue religiöse Jahr. Das Wort Holi leitet sich von Holika ab. Holika war die Schwester von Hiranyakashipu und wird als Dämonin oder das Böse verstanden. Viele Mythen beschäftigen sich mit dieser Figur. Deswegen verbrennen die Hindus eine Strohfigur Holikas in dem traditionellen Feuer am ersten Abend.

Der erste Tag hat den Namen Holika Dahan oder Chhoti Holi, der zweite nennt sich Rangwali Holi, Dhuleti, Dhulandi oder Dhulivandan. Am Abend des ersten Tages, wird traditionell ein Feuer auf einem öffentlichen Platz entzündet. Dazu werden dann religiöse Lieder gesungen und der Sieg über das Böse gefeiert, wo die besagte Holika verbrannt wird. Am zweiten Tag wird schließlich ausgiebig mit bunten Farben und Wasser geworfen. Dann wird das Kastensystem aufgehoben und jeder feiert auf den Straßen, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft. Es wird von Dorf zu Dorf gezogen, gesungen, musiziert und getanzt. Anschließend wird geduscht, bevor Verwandte sich gegenseitig beschenken und zusammen gespeist wird.

Die Herstellung der prächtigen Farben geschieht übrigens aus Pflanzen, Blüten und Kräutern. Wochen vorher beginnen Geschäfte schon die Farben zu verkaufen. Die Farben sind praktischerweise aus der Kleidung auswaschbar.

By Nikolas Becker (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons