Das am 23. Dezember angelaufene Biopic „Dangal“ hat in den ersten drei Wochen ganze 47 Millionen Euro eingespielt und sich damit an die Spitze der kommerziell erfolgreichsten Bollywoodfilme aller Zeiten gesetzt. Damit verdrängt das Wrestlingdrama Rajkumar Hiranis „PK“ von 2014 auf Rang zwei. Den dritten Platz belegt mit  „Sultan“ ebenfalls ein Wrestlingfilm.

Nitesh Tiwaris „Dangal“ erzählt die auf einer wahren Begebenheit beruhenden Geschichte von Geeta und Babita Phogat, zwei Schwestern aus Indien, die im Verlauf der letzten Jahren den internationalen Wrestling-Sport aufgemischt und bei großen Sportveranstaltungen, wie den Commonwealth Games, wichtige Medaillen nach Hause geholt haben.

Megastar Aamir Khan übernimmt im Film die Rolle von Mahavir Singh Phogat, dem Vater und Coach der beiden Geschwister, der sich eigentlich immer Söhne gewünscht hatte. Doch als er hört, dass sich seine Töchter erfolgreich gegen zwei Rüpel aus der Nachbarschaft durchgesetzt haben, erkennt er das in ihnen schlummernde Potential. Geeta und Babita sind zunächst skeptisch, doch angesichts des ihnen bevorstehenden Schicksals – frühe Heirat und ein von Kindererziehung und Hausarbeit geprägtes Leben – willigen sie schließlich ein und werden zu den erfolgreichsten Wrestlerinnen Indiens.

Genau wie das im September erschienene Justizdrama „Pink“, löste auch „Dangal“ schnell eine feministische Debatte in Indien aus. Viele Zuschauer loben die Darstellung und Zelebrierung zweier starker junger Frauen in einer von Männern dominierten Sportart. Andere kritisieren hingegen, dass der von Aamir Khan gespielte Vater der Mädchen im Fokus des Films stehe. Wer sich selbst eine Meinung darüber bilden möchte, sollte sich den Film auf jeden Fall selbst ansehen.