Seit dem 1. Dezember und noch bis zum 7. Mai zeigt das Museum Rietberg in Zürich Bilder aus der Pahari-Region im Nordwesten Indiens. Die Bilder zeigen Szenen aus der Götter- und Sagenwelt, teilweise sind sie auch Illustrationen zu einem Gedichtzyklus des Dichters Bihari Lal Chaube aus dem Jahr 1785. Ein Lieblingsmotiv der Maler ist dabei der Hindu-Gott Krishna, der vom butterliebenden Säugling über den verführerischen jungen Mann bis zum weisen Greis jede Gestalt annehmen kann.

Wer die ganze Detailverliebtheit der mit Pinseln aus Eichhörnchenhaar gemalten Kunstwerke bestaunen will, sollte entweder extrem gute Augen haben oder die in der Ausstellung bereitgestellten Lupen nutzen; die Bilder sind für optimale Betrachtungsbedingungen auf Augenhöhe und leicht geneigt montiert. Die Malerei war ein Weg der Huldigung der Gottheiten und der Natur, der aufmerksame Beobachter entdeckt also winzige Wimpern und nahezu wirklichkeitsgetreuen Goldschmuck. Da schaut man sich auch gern mal die ausgestellten Werkzeuge an: die bereits erwähnten Pinselchen sowie Farben und Edelsteine zur Glättung der Papieroberfläche.

Am 12. Februar, 26. März und 7. Mai gibt es öffentliche Führungen, bei denen man sich Näheres zu den Malereien aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert erklären lassen kann. Das Museum Rietberg hat Dienstags bis Sonntags von 10 bis 17 Uhr und Mittwochs bis 20 Uhr geöffnet.