Franziska aus Bayern liebt Jay aus Indien. Was für andere Mütter und Väter vielleicht erfreulich wäre, ist für die Eltern der beiden eine mittelschwere Katastrophe. Für Amma und Appa aus dem südindischen Städtchen Cuddalore gehört eine Ehe nach wie vor von den Eltern arrangiert. „Wenn Du aus Liebe heiratest, haben wir alles verloren“ sagen sie zu ihrem Sohn Jay. Auch für Franziskas Eltern aus Bayern, die Weihnachten um die Krippe versammelt „O du fröhliche“ singen, ist der indische Freund zumindest gewöhnungsbedürftig.

Keine ganz einfache Ausgangssituation also, den Bund fürs Leben zu schließen. Ein ganzes Jahr wird Franziska von Amma und Appa in der Hoffnung ignoriert, ihr Sohn werde doch noch Vernunft annehmen und sich den elterlichen Wünschen beugen ein indisches Mädchen zu heiraten. Als Franziska dann schließlich doch noch nach Indien reisen darf, um sich Amma und Appa vorzustellen, sind diese nach wie vor skeptisch. Zu sehr widerspricht diese Art der Liebesbeziehung ihren eigenen Werten und Traditionen, zu sehr fürchten sie, ihren Sohn an das weit entfernte und noch dazu fremde Deutschland zu verlieren.

Vielleicht müssten sie einfach einmal ein Paar treffen, bei dem das „trotz“ der Liebe schon Jahrzehnte lang gut klappt, denkt sich Franziska. Und so packen ihre Eltern in München Koffer und Reiseapotheke und wagen sich zum ersten Mal in das Land des Schwiegersohns, um dessen Eltern von der eigenen Tochter zu überzeugen und die unterschiedlichen Kulturen kennen zu lernen…